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Energiekosten sparen in der Lebensmittelindustrie

Mit einigen effizienten Maßnahmen lassen sich die Energiekosten in der Nahrungsmittelindustrie nachhaltig minimieren.

Die Lebensmittelindustrie benötigt Energie für die unterschiedlichsten Bereiche. Neben dem Energieverbrauch bei Beleuchtung, Heizung und Lüftung besteht ein hoher Energiebedarf vor allem für Kühlungs- und Garungsprozesse, bei denen die Nutzung von Abwärme nicht als Energiequelle ausreicht. Auch das Pasteurisieren, Sterilisieren oder Konservieren von Lebensmitteln macht sich in der Energiebilanz bemerkbar. All diese Bereiche unterliegen hohen Qualitätsanforderungen. Dennoch lassen sich auch bei Kühl- und Garprozessen häufig große Einsparpotenziale aufspüren, die meist durch eine Optimierung von Herstellungsprozessen realisiert werden können.

Doch so unterschiedlich die Produktionsstätten, so verschieden sind auch die Einsparmöglichkeiten. In der fleischverarbeitenden Industrie beispielsweise macht die Kälteversorgung bis zu 40 Prozent des Stromverbrauchs aus. In einer Backstube dagegen benötigt die Prozesswärme am meisten Energie. Daher gibt es kein Patentrezept für mehr Energieeffizienz. Einige wertvolle Tipps können jedoch auch in Ihrem Betrieb Einsparmöglichkeiten aufdecken helfen, besonders in Hinblick auf den thermischen Energiebedarf und die Kühlprozesse.

Prozesswärme

  • Achten Sie auf eine möglichst hohe Auslastung und geringe Leerlaufzeiten bei den Garanlagen. Eine optimale Planung des Produktionsablaufs ermöglicht zeitnahes Beschicken der Anlagen. 
  • Optimieren Sie neben der Auslastung auch die Aufheizphase und schalten Sie Anlagen rechtzeitig ein und aus.
  • Backöfen werden oft mit zu hohen Temperaturen betrieben. Messgeräte und Regeleinrichtungen helfen Ihnen, die optimale Backtemperatur einzustellen.
  • Prüfen Sie Ihre Arbeitsabläufe darauf, ob für Produkte mit geringerer Gartemperatur Restwärme genutzt werden kann.

Kühlen und Gefrieren

  • Auch bei Kühl- und Gefrierräumen lohnt sich eine volle Auslastung. Gut befüllte Kühlräume arbeiten energieeffizienter.
  • Das Licht sollte beim Verlassen des Kühlraums grundsätzlich ausgeschaltet werden, am besten durch einen Kontaktschalter. Ansonsten verbraucht nicht nur die Beleuchtung, sondern auch die von der Lampe erzeugte Wärme unnötig Energie.
  • Türen zu Kühl- und Gefrierräumen sollten nur so kurz wie möglich geöffnet werden. Überprüfen Sie außerdem regelmäßig, ob die Türrahmendichtungen noch intakt sind, damit keine warme Luft eindringen kann.
  • Passen Sie die Kühltemperatur an den jeweiligen Bedarf an. Schon 1° C Temperaturunterschied kann einen Energiespareffekt von fünf Prozent ausmachen. Kühlräume liegen in der Regel zwischen +8 und +4°C. In Gefrierräumen sollte das Thermometer -18°C nicht unterschreiten.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Anlagen und lassen Sie Kondensatoren reinigen. Diese arbeiten dann effizienter und sind weniger schadensanfällig.
  • Bei der Kühlung entstandene Prozesswärme kann effizient zum Heizen oder für die Warmwasserbereitung genutzt werden. Informieren Sie sich über entsprechende Systeme.

Be- und Entlüftung

  • Bei gezielter Zu- und Abluftführung ist eine Wärmerückgewinnung möglich – das spart Energie und Kosten. Lassen Sie sich von einem Fachmann zu den unterschiedlichen Systemen beraten. 
  • Für die Klimatisierung von Produktionshallen sind energiesparende Systeme wie die „Adiabate Kühlung“, die durch Wasserverdunstung kühlt, eine sinnvolle Alternative.

Pumpenanlagen

  • Die optimale Abstimmung der Einzelkomponenten ist der beste Weg, um Energie zu sparen. Prüfen Sie, ob die Einstellungen von Motor, Getriebe und Pumpe den tatsächlichen Anforderungen entspricht, denn oft laufen Anlagen mit unnötig hoher Leistung.
  • Moderne drehzahlgeregelte Pumpenanlagen passen die Drehzahl dem Bedarf an – und sparen so laufend Strom.  
  • Lassen Sie Ihre Anlage regelmäßig warten. Alte Anlagen mit Korrosions- oder Dichtungsschäden verlieren an Wirkungsgrad.
  • Bei den Pumpenanlagen gilt ebenso wie bei Gar- und Kühlungsanlagen: Gut ausgelastete Anlagen laufen effizienter.

Unser Know-how für Sie

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