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Energiekosten sparen im produzierenden Gewerbe

Die deutsche Industrie hat in den vergangenen Jahren im Bereich Energieeffizienz bereits große Anstrengungen unternommen. Vor allem für energieintensive Produktionsprozesse ist dies nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen sinnvoll. Nach wie vor allerdings gibt es vielerorts große Einsparpotenziale: Je nach Industriezweig lassen sich Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur (dena) zufolge bis zu 50 Prozent Energie einsparen. Eventuell notwendige Investitionen in Energieeffizienz amortisieren sich laut dena in der Regel nach zwei bis drei Jahren. Häufig lassen sich zudem sogar Ansatzpunkte finden, mit denen Verbräuche und Kosten spürbar reduziert werden können, ohne dass zuvor investiert werden muss: etwa über den gezielten Einsatz von Maschinen zu besonders günstigen Verbrauchszeiten oder über die Ausnutzung staatlicher Vergünstigungen für energieintensive Unternehmen.

1. Analyse

Prüfen Sie die Ist-Situation. Sie genau zu analysieren, ist wichtig, um Fertigungsprozesse effizienter gestalten zu können. So helfen zum Beispiel Zwischenzähler, den Strombedarf je Prozessstufe vor allem in den Spitzenzeiten zu ermitteln. Wenn Sie zu jeder Zeit wissen, wie viel Strom Sie wann und wo benötigen, lassen sich zum Beispiel teure Lastspitzen besser vermeiden.

2. Lastspitzen reduzieren

Als Sondervertragskunde unterliegt Ihr Stromverbrauch einer Leistungsmessung. Das bedeutet: Ihr Stromverbrauch wird im Viertelstundentakt ermittelt und in einem Verbrauchsprofil, dem sogenannten Lastgang, aufgezeichnet. Die Beschaffenheit Ihres individuellen Lastgangs hat erheblichen Einfluss auf den Preis, den Sie für Ihren Strom zahlen. Leistungsgemessene Kunden zahlen neben dem „Arbeitspreis“ auch einen „Leistungspreis“. Dieser richtet sich nach der Lastspitze, also dem höchsten Verbrauch, der zu einem bestimmten Zeitpunkt während des gesamten Erfassungszeitraums gemessen wurde. Hintergrund: Der Netzbetreiber, der diesen Preis erhebt und Ihrem Stromlieferanten berechnet, muss jederzeit dafür bereit sein, dass Sie diese Höchstmenge an Strom abrufen. Je höher also Ihre Lastspitzen, umso höher die Bereitstellungskosten, die auf Ihrer Rechnung zu Buche schlagen. Also: Es lohnt sich in jedem Fall, die Verteilung des Stromverbrauchs genauer unter die Lupe zu nehmen!

3. Großverbraucher zeitversetzt einschalten

Größere Maschinen, Aggregate und Instrumente, die viel Strom verbrauchen oder eine Anlaufphase haben, in der sie einen erhöhten Strombedarf aufweisen, können zum Beispiel zeitversetzt eingeschaltet werden. So wird eine Lastspitze etwa zu Beginn der Arbeitszeit oder Schicht vermieden, weil der vermehrte Strombedarf nicht zeitgleich auftritt.

4. Prozessverlagerung auf die Niedertarifzeit

Auch die Verteilung des Energieverbrauches auf die Tageszeiten beeinflusst Ihre Kosten. Denn es macht einen Unterschied, ob Ihre Anlagen tagsüber (zur Hochtarifzeit) oder nachts laufen, wenn der Strom günstiger ist. Weil die Energieerzeuger eine möglichst kontinuierliche Auslastung ihrer Kraftwerke anstreben, setzen sie mit dieser Unterscheidung Anreize zu nächtlichem Verbrauch.

5. Sonderverträge für Filialbetriebe oder Ketten

Für ein Unternehmen mit mehreren leistungsgemessenen Standorten kann es günstiger sein, seine Abnahmestellen zu bündeln und günstigere Konditionen über einen Stromliefervertrag für alle  Betriebe zu erreichen. Werden die einzelnen Lastgänge in einem  Summenlastgang zusammengelegt, so ergibt sich häufig ein glatterer Verlauf der benötigten elektrischen Energie. Die Lastspitzen der Einzelstandorte gleichen einander aus. Weitere Einsparungen ergeben sich durch einen geringeren Verwaltungsaufwand. So können Sie über einen Ansprechpartner Ihren kompletten Strombedarf decken und erleichtern Ihre Rechnungsprüfung durch ein einheitliches Rechnungsformular sowie einen einheitlich günstigeren Preis.

6. Steuerermäßigung für große Sondervertragskunden

Ein Unternehmen oder selbstständiger Unternehmensteil des produzierenden Gewerbes, das an einer Strom-Abnahmestelle mehr als 10 GWh in einem Jahr bezogen und selbst verbraucht hat, und dessen Anteil der Stromkosten an seiner Bruttowertschöpfung größer als 15 Prozent beträgt, erfüllt die Voraussetzungen zur Ausgleichsregelung gemäß § 16 EEG. Im Ergebnis können die wirtschaftlichen Belastungen aus dem EEG von aktuell 2,047 Cent/kWh auf 0,05 Cent/kWh reduziert werden. Beim Erreichen der Mindestmenge von 10 GWh beträgt die maximal mögliche Einsparung damit fast 200.000 Euro pro Jahr.

Unser Know-how für Sie

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