Kraftwerk Robbia
Das Kraftwerk im Raum San Carlo im Valposchiavo ist das zweitälteste Kraftwerk von Repower, das heute noch in Betrieb ist. Von 2020 bis 2024 wurde die Anlage umfassend erneuert. Dadurch konnte die jährliche Stromproduktion um rund 10 Prozent gesteigert und zugleich die ökologische Situation an verschiedenen Standorten verbessert werden.
Das Kraftwerk im Raum San Carlo im Valposchiavo ist das zweitälteste Kraftwerk von Repower, das heute noch in Betrieb ist. Von 2020 bis 2024 wurde die Anlage umfassend erneuert. Dadurch konnte die jährliche Stromproduktion um rund 10 Prozent gesteigert und zugleich die ökologische Situation an verschiedenen Standorten verbessert werden.
Eckdaten
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Eckdatum |
Wert |
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Bau |
1910 |
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Gesamterneuerung |
2024 |
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Nutzgefälle |
ca. 600 m |
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Nutzwassermenge |
6,3 m³/s |
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Installierte Turbinen |
3 Pelton, horizontal |
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Installierte Leistung |
max. 34,5 MW |
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Jährliche Produktion |
ca. 120 GWh |
Beschreibung
Das Kraftwerk Robbia ist ein Wasserkraftwerk mit drei horizontal angeordneten Pelton-Turbinen. Die Anlage nutzt das Wasser aus dem oberen Puschlav, das über die Druckleitung von Balbalera mit einem Gefälle von 600 Metern zum Kraftwerk gelangt. Das System Robbia umfasst auch die Wasserfassungen Braita und Salva, die Überleitungen Salva-Braita und Braita-Puntalta, sowie ein Reservoir, Wasserschloss und Wasserfassung in Puntalta. Zwischen Mitte 2020 und Mitte 2024 wurde das Kraftwerk Robbia umfassend erneuert und über 90 Prozent der ursprünglichen Anlagen ersetzt Dadurch erhöhte sich die installierte Leistung von 27 auf 34,5 Megawatt.
Geschichte
Das Kraftwerk Robbia nahm 1910 seinen Betrieb auf. Es war das zweite Kraftwerk der heutigen Repower. Um die Anlage in Robbia mit genügend Wasser zu versorgen, entstand in den Jahren 1909 bis 1912 auf dem Berninapass ein Speicherbecken. Zwei Gewichtsstaumauern mit Natursteinverkleidung wurden am nördlichen Ende des Lago Bianco sowie am südlichen Ende des Lago della Scala hochgezogen und über einen unterirdischen Kanal miteinander verbunden. Bis zum Bau der oberen Kraftwerksstufen Palü und Cavaglia floss das Wasser aus dem Lago Bianco ungenutzt durch das Val Pila. Erst unterhalb der Cavagliaebene wurde es gefasst und dem Triebwassersystem des Kraftwerks Robbia zugeführt. Mit dem Bau der Kraftwerke Palü und Cavaglia wurde das Kraftwerk Robbia erstmals erweitert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde zusätzlich Wasser aus dem Val di Campo und dem Val Laguné in das System einbezogen, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Dafür war der Bau einer weiteren Druckleitung erforderlich.
Robbia
gruppe in Betrieb
gruppe 3
Palü und Cavaglia
Kraftwerk Robbia
Maschinengruppe 2