Produktion

Repower betreibt Kraftwerke in der Schweiz, in Italien und in Deutschland.

Im Rahmen ihrer Strategie 2025 strebt Repower eine Eigenproduktion aus 100 Prozent erneuerbaren Energien an. Sie prüft deshalb den Verkauf ihres Gas-Kombikraftwerks in Teverola in Italien sowie ihrer Langfristverträge mit Kernkraftwerk-Beteiligungsgesellschaften. Ausserdem will Repower ihren Wasserkraftwerkpark, der bereits heute das Rückgrat der Eigenproduktion bildet, sichern und weiterentwickeln.

 

Wasserkraft

In Graubünden betreibt Repower eigene Wasserkraftwerke. Diese befinden sich im Puschlav, im Prättigau, in der Surselva und im Engadin. Verschiedene dieser Anlagen wurden in letzter Zeit erneuert. Inklusive Beteiligungen entspricht die installierte Leistung rund 430 Megawatt, die durchschnittliche jährliche Produktionserwartung aus der eigenen Bündner Wasserkraft beläuft sich auf etwa 1300 Gigawattstunden.


Windanlagen

In Corleto Perticara (Basilicata, I) besitzt Repower einen Windpark mit einer installierten Leistung von neun Megawatt, an einem weiteren Windpark in Giunchetto (Sizilien, I) ist das Unternehmen zu 39 Prozent beteiligt. Auch in Deutschland besitzt Repower über ihre Tochtergesellschaft Repartner Produktions AG zwei Windanlagen: Die Anlage in Prettin (Sachsen-Anhalt) verfügt über eine installierte Leistung von 10 Megawatt, diejenige in Lübbenau (Brandenburg) über 16 Megawatt. Die gesamte zu erwartende Produktion aus der eigenen Windkraft beläuft sich auf rund 90 Gigawattstunden pro Jahr.


Solaranlagen und Erzeugung aus weiteren erneuerbaren Quellen

Zur Produktion der beiden Ökostromprodukte Purepower und Solarpower arbeitet Repower mit über 200 privaten und öffentlichen Stromproduzenten zusammen (Trinkwasserkraftwerke, Biogas- und Photovoltaik-Anlagen).

Übertragung

Grenzen überschreiten.

Merchant Line Campocologno-Tirano

Im Jahr 2009 konnte nach 18-monatiger Bauzeit die erste nach neuem europäischem Recht erstellte Merchant Line in Betrieb genommen werden: Die 4,4 Kilometer lange, vollständig unterirdisch verlaufende 150 kV-Leitung verbindet Campocologno (CH) mit Tirano (I). Diese grenzüberschreitende Stromleitung erhöht die Nord-Süd-Transportkapazitäten und trägt zur Versorgungssicherheit beider Länder bei. Zum Pionierwerk gehören auch die neu erstellte Schaltanlage in Tirano sowie das ebenfalls neu errichtete Schaltfeld in Campocologno. Repower und den beteiligten Partnern (Edison und Stadt Tirano) steht das exklusive Nutzungsrecht für eine Kapazität von 150 Megawatt und eine Dauer von zehn Jahren zu. Diese Kapazität muss also nicht an Auktionen ersteigert werden. Besitzerin der neuen Leitung ist die Gesellschaft EL.IT.E S.p.a., an der Repower mitbeteiligt ist. 

 

Berninaleitung – strategisch wichtig

Seit Anfang 2013 ist die nationale Netzgesellschaft Swissgrid Eigentümerin des Schweizer Übertragungsnetzes (380 kV / 220 kV). Auf diesen Zeitpunkt hin ging auch die internationale Berninaleitung in den Besitz von Swissgrid über. Repower hatte diese strategisch bedeutende Nord-Süd-Verbindung gebaut und 2005 in Betrieb genommen. Auf ihr werden rund vierzig Prozent des zwischen der Schweiz und Italien fliessenden Stroms transportiert. Für die Jahre 2015-2019 hat sich Repower den Auftrag für den Unterhalt der Leitung gesichert.

Verteilnetz

Der Draht zu den Kunden.

Die sichere und zuverlässige Stromversorgung der Kundinnen und Kunden setzt leistungsfähige überregionale und regionale Verteilnetze voraus. Repower besitzt, unterhält und baut entsprechende Leitungen in den Spannungsebenen zwischen 0,4 und 150 Kilovolt in den Bündner Regionen Prättigau/Rheintal/Davos, Engadin/Puschlav und Surselva. Ebenso besitzt, baut und betreibt Repower die dazu gehörenden Unterwerke, Schaltanlagen und Trafostationen.

Projekte

Vorhaben, die optimal in die Energiestrategie des Bundes passen

Die Energiestrategie des Bundes 2050 sieht vor, die Stromproduktion aus Wasserkraft in der Schweiz langfristig auszubauen. Repower verfügt mit den beiden Projekten Chlus (62-MW-Wasserkraftwerk im Prättigau/Bündner Rheintal) und Lagobianco (1000-MW-Pumpspeicherkraftwerk im oberen Puschlav, inkl. Erneuerung und Weiterbetrieb bestehender Anlagen) über zwei Vorhaben, die optimal in diese Strategie passen. Allerdings sind aufgrund der ökonomischen Rahmenbedingungen derzeit keine positiven Realisierungsentscheide für die beiden Projekte möglich. Repower behält sie aber in der Pipeline, um für einen Bauentscheid bereit zu sein, sobald das Marktumfeld dies zulässt.

 

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