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Repower erzielt ausserordentliches Halbjahresergebnis

31. August 2023
Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR

Repower hat im ersten Halbjahr 2023 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 220 Millionen CHF und einen Gruppengewinn von 176 Millionen CHF erwirtschaftet. Der grösste Ergebnisbeitrag kommt aus dem internationalen Energiehandelsgeschäft, wo Repower als Stromproduzentin die Marktopportunitäten nutzte. Dank eigener Wasserkraftwerke war Repower in der Lage, die Bündner Kundinnen und Kunden in ihrem Versorgungsgebiet vor den Preisausschlägen an den Energiemärkten zu schützen. Eine spärliche Schneeschmelze und laufende Kraftwerksrevisionen führten im ersten Halbjahr zu einer unterdurchschnittlichen Stromproduktion. In Italien und der Schweiz investierte Repower weiter in den Ausbau und Erhalt der Erneuerbaren.

Nach den extremen Preisausschlägen im vergangenen Jahr ist im ersten Halbjahr 2023 an den Energiemärkten eine Beruhigung eingetreten. Dies unter anderem dank des milden Winters und diverser Vorsorgemassnahmen. Jedoch blieben die Preise an den Handelsmärkten sehr volatil.

Repower hat in diesem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld ein ausserordentliches Halbjahresergebnis erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuer (EBIT) der Gruppe liegt bei 220 Mio. CHF (Vorjahr: 50 Mio CHF). Der Gruppengewinn beträgt 176 Mio. CHF (33 Mio. CHF). Die Gesamtleistung der Repower Gruppe liegt bei 1,7 Milliarden CHF (2,2 Mrd. CHF). Die Eigenkapitalquote beträgt neu 39 Prozent.

Sehr gutes Handelsergebnis

Der grösste Ergebnisbeitrag im ersten Halbjahr 2023 kommt aus dem Energiehandel. Im internationalen Handelsgeschäft mit Strom und Gas nutzte Repower die sich bietenden Marktopportunitäten. Die Ergebnisbeiträge aus der Grundversorgung in Graubünden und dem Geschäft mit Vertriebskunden in der Schweiz waren im Vergleich zum internationalen Handelsgeschäft marginal. Repower versorgt ihre Bündner Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung weiterhin mit Strom aus den eigenen Kraftwerken, wobei sich der verrechnete Energietarif an den Gestehungskosten orientiert. Dadurch bleiben die Kundinnen und Kunden im Versorgungsgebiet von Repower vor den hohen Preisen an den Energiemärkten geschützt.

Das Risikomanagement von Repower adressierte sämtliche Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Dank der Liquiditätslage von Repower wurde ein Rettungsschirm durch den Bund nie zum Thema.

Die Höhe der Zahlungsverzögerungen in Italien hat im ersten Halbjahr 2023 abgenommen. Strenge Kreditmanagementpraktiken und spezifische Massnahmen bei risikobehafteten Kunden haben zu einer Verbesserung der Situation geführt. In der ersten Jahreshälfte konnte Repower in Italien mehr Kundinnen und Kunden gewinnen als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Bezugsmenge für Strom ging dennoch zurück, dafür stieg der Gasverbrauch an.

Unterdurchschnittliche Schneeschmelze

Die Wasserkraftproduktion fiel in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem Vorjahr leicht besser aus, lag aber immer noch unter dem langjährigen Durchschnitt. Hauptgründe dafür sind die sehr spärlich ausgefallene Schneeschmelze und die laufende Gesamterneuerung des Wasserkraftwerks Robbia.

Die Stromproduktion in den Solar- und Windanlagen in Italien lag leicht unter Vorjahr. Der Rückgang ist einerseits wetterbedingt, andererseits wirkten sich diverse Erneuerungen an Solar- und Windanlagen, die im Zeitraum März bis Juni durchgeführt wurden, vorübergehend produktionsmindernd aus. Die Nachfrage nach Regelenergie aus dem Gaskombikraftwerk Teverola (IT) ist weiterhin sehr tief. Ausserdem wurde die Anlage im ersten Halbjahr wegen Wartungsarbeiten über einen Monat vom Netz genommen.

Beitrag an Versorgungssicherheit

Ausbau und Erhalt der Erneuerbaren sind Teil der Strategie von Repower. Ein Erfolg auf diesem Weg bedeutete die im Juni erfolgte Zustimmung der Gemeindeversammlung Laax zu einem hochalpinen Solarkraftwerk im Gebiet Vorab. In Italien erwartet Repower zeitnah Genehmigungen für mehrere Grosssolaranlagen.

Zusammen mit mehreren Energieversorgungsunternehmen aus der Schweiz (Energiefinanzierungs AG, ENAG) verlängerte Repower einen Bezugsvertrag für Bandenergie mit der Electricité de France (EDF) um 15 Jahre. Mit diesem Schritt leistet die ENAG einen Beitrag zur Versorgung in der Schweiz.

Investitionen in Erneuerbare und ins Netz

Repower investierte in der ersten Jahreshälfte insgesamt 54 Mio. CHF, davon 34 Mio. CHF in der Schweiz. Allein 19 Mio. CHF wurden für die Gesamterneuerung des Wasserkraftwerks Robbia aufgewendet, weitere 10 Mio. CHF investierte Repower in den Erhalt und die Erneuerung des eigenen Stromnetzes. In Italien investierte Repower 16 Millionen CHF in die Modernisierung und Erweiterung ihres Wind- und Solarportfolios.

PLUG’N ROLL bringt Elektropostauto auf Bündner Strassen

PLUG’N ROLL profitiert weiterhin vom starken Wachstum des Elektromobilitätsmarkts. Der E-Mobility-Provider von Repower zeichnet sich unter anderem als Wegbereiter bei der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen aus und stellt mit innovativen Lösungen die Ladeinfrastruktur für die ersten Elektropostautos auf Bündner Strassen bereit.

Ausblick

In der Regel fällt bei Repower das Ergebnis im ersten Halbjahr besser aus als in der zweiten Jahreshälfte. Der Energiemarkt bleibt aufgrund extremer Volatilitäten nach wie vor sehr anspruchsvoll. Negative Effekte, wie zum Beispiel das Ausbleiben von Niederschlägen oder erneute Marktverwerfungen, können das Jahresergebnis erheblich beeinflussen.

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