Repower erzielt erneut ein sehr gutes Jahresergebnis
Repower hat im Geschäftsjahr 2025 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 133 Millionen CHF und einen Gruppengewinn von 101 Millionen CHF erwirtschaftet. Der grösste Ergebnisbeitrag stammte aus dem internationalen Energiehandelsgeschäft. Repower erzielte eine hohe regionale Wertschöpfung dank Wasserzinsen, Arbeitsaufträgen, Steuern und rund 466 Mitarbeitenden mit Arbeitsplatz in Graubünden. Die hohe Investitionstätigkeit in die Modernisierung der Bündner Wasserkraft wurde konsequent fortgesetzt. Die Stromproduktion in den Bündner Wasserkraftwerken fiel aufgrund geringerer Wassermengen unterdurchschnittlich aus.
Repower ist weiterhin solide kapitalisiert und zeigt sich operativ widerstandsfähig. Dadurch kann sie ihre Strategie weiterverfolgen und in eine sichere und moderne Energieversorgung investieren. Mit einem EBIT von CHF 133 Mio. liegt das Ergebnis des Geschäftsjahres 2025 über dem langjährigen Durchschnitt. Der Gruppengewinn liegt bei 101 Mio. CHF und die Eigenkapitalquote ist auf 59 Prozent angestiegen.
Die Verfügbarkeit der Netzinfrastruktur erreichte 2025 bemerkenswerte 99,998 Prozent. Das bedeutet, dass eine Repower-Kundin bzw. ein Repower-Kunde im Durchschnitt lediglich knapp 13 Minuten auf Strom verzichten musste. Mit 9,6 Rp. pro Kilowattstunde gehören die Energiepreise von Repower zu den tiefsten der Schweiz. Über alle Preiskomponenten hinweg liegt der Strompreis in der Grundversorgung leicht über dem Schweizer Median. Ausschlaggebend dafür sind die höheren Netzkosten, die sich aus der dünnen Besiedelung und der anspruchsvollen Topografie des zu versorgenden Berggebiets ergeben. Die Versorgung erfolgt weiterhin mit einheimischem, erneuerbarem Strom aus den eigenen Bündner Wasserkraftwerken.
2'147 GWh Jahresproduktion
Die gesamte Stromproduktion im Jahr 2025 belief sich auf 2’147 GWh. Nach einer nur schwach ausgeprägten Schneeschmelze im Frühjahr blieben auch die Niederschläge im weiteren Jahresverlauf unter dem Durchschnitt. Dies wirkte sich spürbar auf die Produktion der Wasserkraftwerke aus.
Dank konsequenter Investitionen in den Ausbau der Photovoltaik steigt die Produktion der Solaranlagen weiterhin deutlich. Die Windparks in Italien und Deutschland verzeichneten hingegen wetterbedingt einen leichten Rückgang. Das Gaskombikraftwerk Teverola war aufgrund eines längeren Ausfalls nur eingeschränkt verfügbar und produzierte entsprechend deutlich weniger als in den Vorjahren.
Der Grossteil der Stromproduktion von Repower stammte auch 2025 aus der Wasserkraft (56 Prozent). Zugenommen im gesamten Strommix hat der Anteil der Kernenergie, da Repower ihre Beteiligung an der ENAG (Energiefinanzierungs AG) per 1. Januar 2025 erhöhte. Die ENAG sichert sich Energie von EDF (Electricité de France) und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Schweiz.
Modernisierung der Bündner Wasserkraft
Im vergangenen Geschäftsjahr investierte Repower gesamthaft 142 Mio. CHF. Angesichts des steigenden Strombedarfs ist die Erweiterung und Erhaltung erneuerbarer Energien ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Repower modernisiert die Bündner Wasserkraft mit hohen Investitionen. So wurde 2025 mit der kompletten Sanierung des Kraftwerks Silvaplana gestartet. Bereits abgeschlossen wurde die Erneuerung der Kraftwerke Campocologno und Papierfabrik sowie die Teilerneuerung des Kraftwerks Klosters. Die umfassende Modernisierung der Wasserfassung Miralago, die vor allem den Fischen im Poschiavino und im Lago di Poschiavo zugutekommt, ist in Gang. Im September hatte Madrisa Solar im Prättigau nach erfolgreicher Teilinbetriebnahme damit begonnen, Strom ins Netz einzuspeisen – als erstes alpines Solarkraftwerk der Schweiz.
Mit der zunehmenden Integration von Photovoltaikanlagen, Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen sowie dem fortschreitenden Ausbau digitaler Stromnetze (Smart Grids) steigt der Investitionsbedarf in die Verteilnetze. 2025 beliefen sich die Investitionen ins Bündner Verteilnetz auf rund 39 Millionen Franken. Die grössten Investitionen wurden in den Rollout des Smart Meters sowie in die Modernisierung und den Ausbau verschiedener Unterwerke getätigt.
Hohe regionale Wertschöpfung
Nicht zuletzt aufgrund der hohen Investitionstätigkeit erzielte Repower 2025 eine beachtliche regionale Wertschöpfung. Im letzten Jahr wurden Arbeitsaufträge über 30 Mio. CHF an Unternehmen in Graubünden vergeben. Über Wasserzinsen, weitere Konzessionsleistungen und Steuern flossen 28,5 Mio. CHF direkt an die Gemeinden und den Kanton. Ende 2025 beschäftigte Repower total 747 Mitarbeitende, 466 davon in Graubünden. Mitarbeitende mit Arbeitsplatz in Graubünden verdienten 2025 zusammen 53,5 Mio CHF.
Handel mit sehr gutem Ergebnis
Die Tradingabteilung in Poschiavo erzielte 2025 dank der richtigen Einschätzung der Marktentwicklung sehr gute Resultate. Neben dem erfolgreichen Management von Spreads zwischen verschiedenen Märkten, leistet auch die kurzfristige Optimierung des Kraftwerkparks in einem volatilen Marktumfeld einen wesentlichen Beitrag zum guten Ergebnis. Das Marktumfeld erwies sich als anspruchsvoll, bedingt durch die unterdurchschnittlichen Wassermengen, zahlreiche Stunden mit sehr tiefen oder gar negativen Preisen infolge des starken Solarzubaus und geopolitisch geprägte Ausschläge. Repower rechnet auch künftig mit hoher Volatilität an den Märkten und setzt auf diszipliniertes Risikomanagement und Marktanalysen, um Chancen in diesem Umfeld zu nutzen.
Ausbau der Photovoltaikanlagen in Italien
Die Strategie für den Ausbau der Erneuerbaren in Italien ist auf Kurs. Repower Renewable startete den Bau von drei Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Darunter den 67-MW-Agrivoltaik-Solarpark bei Ciminna auf Sizilien, der 2026 ans Netz angeschlossen wird.
Der Vertrieb in Italien bleibt konsequent auf Wachstum ausgerichtet. Es wurde eine Kampagne zum Ausbau der Vertriebsorganisation und des Grosskundengeschäfts gestartet. Insgesamt lieferte Repower Italia im zurückliegenden Jahr an ihre Endkunden rund 4’285 GWh Strom und knapp 328 Millionen Kubikmeter Gas. An die Schweizer Marktkunden lieferte Repower insgesamt 340 GWh Strom.
Nachhaltigkeit
Die Repower-Gruppe berichtet seit 2021 jährlich nach den GRI-Standards über ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten. Seit 2024 werden ausgewählte Kennzahlen zudem einer externen Prüfung unterzogen. Der Nachhaltigkeitsbericht zeigt unter anderem auf, wo die Repower-Gruppe bei der Erreichung ihrer Klimaziele steht und mit welchen konkreten Massnahmen sie diese weiterverfolgt.
Dividende
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 13. Mai 2026 eine Dividende in der Höhe von CHF 5.00 pro Aktie und eine Sonderdividende von CHF 0.50.
Ausblick
Dank der guten Geschäftsentwicklung steht Repower auf einem soliden finanziellen Fundament. Diese Stärke verschafft ihr den nötigen Spielraum, um die kommenden Herausforderungen vorausschauend und konsequent anzugehen. In den nächsten Jahren investiert das Unternehmen weiterhin gezielt in den Ausbau und die Erneuerung der Produktionsanlagen und Netzinfrastruktur. Damit stärkt Repower ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig und trägt wesentlich zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Energieversorgung bei. Für 2026 wird ein gutes Ergebnis erwartet.
Medienmitteilung auf Rumantsch Grischun
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