Madrisa Solar: Aufwertung wertvoller Trockenwiesen als ökologische Ersatzmassnahme
Im Gebiet Rufinetia oberhalb von Saas i.P. realisiert die Madrisa Solar AG im Rahmen ihres alpinen Solarprojekts gezielte ökologische Ersatzmassnahmen. Auf einer Teilfläche des Trockenwiesen- und Trockenweiden-Objekts von nationaler Bedeutung wertet sie einen artenreichen Lebensraum gezielt auf und sichert diesen langfristig.
Das Projekt Madrisa Solar wurde so geplant, dass bestehende Infrastrukturen effizient genutzt und Eingriffe in Natur und Landschaft minimiert werden. Wo Letzteres trotzdem nötig ist, gleicht die Madrisa Solar AG diese Eingriffe verantwortungsvoll aus. Mit der Umsetzung der ökologischen Ersatzmassnahmen wurde diese Woche begonnen. Die Massnahmen betreffen eine rund 15’500 m² grosse Fläche in der Gemeinde Klosters auf 1050 bis 1090 m ü. M. Damit findet der ökologische Ausgleich in derselben Gemeinde wie der Eingriff statt. Im Gebiet Rufinetia wachsen zahlreiche seltene Pflanzenarten, darunter verschiedene Orchideen sowie Arten, die als potenziell gefährdet gelten. Geplant sind verschiedene Massnahmen, die den offenen, artenreichen Charakter der Fläche fördern. Dazu gehören insbesondere:
- das Entfernen einzelner Bäume sowie das Auslichten von Gehölzen unter Erhalt standorttypischer Arten
- die Entbuschung und das periodische Zurückschneiden von Haselsträuchern
- die mehrjährige Bekämpfung des Adlerfarns
- eine besser auf die sensiblen Lebensräume abgestimmte Beweidung und Pflege
- die schrittweise Überführung ungenutzter Teilflächen in eine jährliche Bewirtschaftung
Die Massnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Amt für Natur und Umwelt, dem Amt für Wald und Naturgefahren und dem regionalen Forstbetrieb. Grundeigentümerin ist die Gemeinde Klosters. Die Bewirtschaftung liegt in den Händen einer lokalen Bewirtschaftungsgemeinschaft. Nach fünf Jahren ist ein Zwischenbericht vorgesehen. Pflege und langfristige Sicherung der Fläche sind auf einen mehrjährigen Zeitraum ausgelegt.
Über Madrisa Solar
Madrisa Solar ist ein alpines Solarkraftwerkprojekt der Gemeinde Klosters, EKZ und Repower. Realisiert wird das Projekt im Rahmen des eidgenössischen Solarexpress, einem Gesetz zur Stärkung der Winterstromversorgung in der Schweiz. Seit September 2025 produziert Madrisa Solar Strom – als erste alpine Solaranlage im Solarexpress. Mit dem Projekt leistet die Madrisa Solar AG einen wertvollen Beitrag für eine sichere Stromversorgung in der Schweiz mit erneuerbarem Strom. Die vollständige Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen.
Medienmitteilung auf Rumantsch Grischun
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