Repower verstärkt das Stromnetz im Lugnez
Repower modernisiert und verstärkt das Stromnetz im Lugnez grundlegend. Mit dem Gesamtprojekt verbessert das Unternehmen die Zuverlässigkeit der Stromversorgung im Tal und schafft die Voraussetzung für die bessere Integration von erneuerbaren Energien. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 2030 und kosten insgesamt rund zehn Millionen Franken.
Das bestehende Stromnetz im Lugnez stösst zunehmend an seine Kapazitäts- und Betriebsgrenzen. Ursachen sind die grosse geografische Ausdehnung des Tals, die historisch gewachsene Infrastruktur sowie die steigenden Anforderungen an das Verteilnetz, nicht zuletzt durch die zunehmende Einspeisung aus Solaranlagen. Hinzu kommt, dass weite Teile des heutigen Netzes aus Freileitungen bestehen und witterungsanfällig sind. Gewitter, Blitzeinschläge, Schnee oder Eislast führten in der Vergangenheit wiederholt zu Störungen und Versorgungsunterbrüchen.
Damit das Stromnetz im Lugnez Schritt für Schritt leistungsfähiger, robuster und störungsärmer wird, setzt Repower mehrere Massnahmen um. Vorgesehen sind unter anderem der Ersatz von Freileitungen durch Erdkabel, die Optimierung der Netztopologie sowie die Anpassung und Erneuerung von Transformatorenstationen. Die ersten Arbeiten haben 2023 begonnen, Abschluss des Gesamtprojekts ist für 2030 geplant. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund zehn Millionen Franken.
Rückbau von Freileitungen, Ausbau mit Erdkabeln
Im Rahmen des Gesamtprojekts werden im Lugnez insgesamt rund sieben Kilometer Freileitungen mit 151 Masten zurückgebaut. Gleichzeitig erstellt Repower rund 24 Kilometer neue Kabelanlagen. Damit wird nicht nur das Landschaftsbild aufgewertet, sondern auch die Störanfälligkeit des Netzes reduziert, die Versorgungssicherheit verbessert und die Aufnahme von dezentral produzierter erneuerbarer Energie aus Solaranlagen erleichtert.
Aktuelle Arbeiten in Morissen
Ein Teilprojekt wird derzeit in Morissen umgesetzt. Dort wurden bereits die Mittelspannungsanlagen der Trafostation «Morissen Sum la Val» umgebaut und eine neue Trafostation bei der Alp Sogn Carli erstellt. Derzeit läuft der Bau einer neuen unterirdischen Mittelspannungsleitung zwischen der Transformatorenstation Morissen Alp Sogn Carli und der Weitspannleitung Morissen Sogn Carli. Dank dieser Verkabelung kann später die bestehende Freileitung zwischen Morissen und Sogn Carli zurückgebaut werden. Die neue Mittelspannungsleitung ist für die Versorgung des Val Lumnezia besonders wichtig: Sie gehört zu den zwei Hauptzuleitungen für das Tal und versorgt rund 2’100 Einwohnerinnen und Einwohner.
Hohe Investitionen in die Netze
Repower investiert seit Jahren konsequent in die Zukunft ihrer Netze. Allein 2025 flossen rund 39 Millionen Franken in das Bündner Verteilnetz. Der Investitionsbedarf steigt, weil immer mehr Solaranlagen, Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen ins Energiesystem integriert werden und gleichzeitig digitale Stromnetze ausgebaut werden müssen. Repower verfolgt damit das Ziel, die Versorgungssicherheit langfristig hochzuhalten und die Netzinfrastruktur fit für die Energiezukunft zu machen.
Die Verfügbarkeit der Repower-Netzinfrastruktur lag 2025 bei hohen 99,998 Prozent. Mit der Netzverstärkung im Lugnez setzt Repower einen weiteren wichtigen Schritt für eine sichere, moderne und leistungsfähige Stromversorgung in Graubünden.
Medienmitteilung auf Rumantsch Grischun
Haben Sie Fragen?
Sie suchen nach weiteren Informationen? Gerne sind wir persönlich für Sie da.