Repower erzielt gutes Halbjahresergebnis trotz schwacher Hydrologie
Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 51 Millionen CHF und einem Gruppengewinn von 34 Millionen CHF verzeichnet Repower für das erste Halbjahr 2026 ein gutes Resultat. Massgeblich zum Halbjahresergebnis beigetragen hat der internationale Energiehandel, während die schwache Hydrologie infolge geringer Schneeschmelze und Trockenheit das Ergebnis belastete. Neben der Modernisierung der Bündner Wasserkraft investierte Repower gezielt in den Ausbau ihres Verteilnetzes. Damit schafft das Unternehmen die Voraussetzungen, um die zunehmende Stromproduktion aus Solaranlagen in Graubünden zuverlässig zu integrieren.
Repower blickt auf ein positives erstes Halbjahr zurück. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) beträgt 51 Mio. CHF, der Gruppengewinn 34 Mio. CHF. Mit einer Eigenkapitalquote von 58 Prozent verfügt Repower weiterhin über eine solide finanzielle Basis. Diese schafft die Voraussetzungen, um die strategischen Investitionen gezielt voranzutreiben.
Belastet wurde das Ergebnis insbesondere durch die schwache Hydrologie. Die Stromproduktion in den eigenen Wasserkraftwerken lag im ersten Halbjahr 2026 deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Nach einem schneearmen Winter fiel auch die Schneeschmelze gering aus. Zudem blieben die Niederschläge in den Frühlings- und Frühsommermonaten deutlich unter dem langjährigen Mittel.
In Italien lag die Stromproduktion der erneuerbaren Anlagen leicht unter den Erwartungen, jedoch etwas über dem Vorjahresniveau. Das Gaskombikraftwerk Teverola kam aufgrund technischer Einschränkungen nur punktuell zum Einsatz.
Handelskompetenz zahlt sich im volatilen Marktumfeld aus
Das Marktumfeld im Stromhandel blieb im ersten Halbjahr 2026 anspruchsvoll und volatil. Mit dem Ausbau der Solarenergie nahmen Stunden mit negativen Strompreisen und ausgeprägten Preisspitzen weiter zu. Flexible Produktionskapazitäten gewannen dadurch zusätzlich an Bedeutung. Repower konnte ihre Handels- und Bewirtschaftungskompetenz in diesem Umfeld erfolgreich einsetzen. Positiv auf das Handelsergebnis wirkten sich die höheren Marktpreise in der Schweiz und Frankreich aus, welche die negativen Effekte der tieferen Stromproduktion aufgrund der schwachen Hydrologie teilweise ausgleichen konnten.
Die Ergebnisse aus dem internationalen Handel blieben wie erwartet hinter den ausserordentlich guten Resultaten der Vorjahre zurück. Diese hatten noch bis 2025 von Stromverkäufen profitiert, die Repower während der Hochpreisphase zu Beginn des Ukrainekrieges in den Jahren 2022 und 2023 für spätere Lieferperioden zu attraktiven Konditionen abgeschlossen hatte. Diese Lieferungen sind inzwischen weitgehend erfolgt und prägen das Ergebnis im ersten Halbjahr 2026 somit nicht mehr.
Strategische Investitionen in Produktion und Verteilnetz
Repower treibt den Erhalt und den Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent voran. Im ersten Halbjahr investierte sie gesamthaft 57 Mio. CHF. Die Erneuerung des Wasserkraftwerks Silvaplana wurde erfolgreich abgeschlossen. Die alpine Solaranlage Madrisa Solar übertraf nach ihrer Teilinbetriebnahme im ersten Winter die Erwartungen und produzierte mehr Strom als prognostiziert.
Einen wichtigen Meilenstein erreichte auch das Projekt Chlus mit der Einreichung des Projektgenehmigungsgesuchs. Damit schafft Repower die Voraussetzungen für die spätere Realisierung eines Wasserkraftwerks von nationaler Bedeutung und treibt das Vorhaben planmässig voran.
In die Verstärkung und Erneuerung ihres rund 3’000 Kilometer langen Verteilnetzes in Graubünden investierte Repower im ersten Halbjahr 21 Mio. CHF. Repower unterstützt damit auch den Ausbau der Photovoltaik in Graubünden mit der effizienten Integration privater Solaranlagen. Im ersten Halbjahr 2026 wurde bereits die 3’500. Anlage ans Verteilnetz angeschlossen.
Wahltarif entlastet das Verteilnetz
Um eine effizientere Nutzung des Stromnetzes zu fördern, führt Repower ab 2027 für ihre Stromkundinnen und Stromkunden in der Grundversorgung den variablen Stromtarif Optima ein. Mit Optima schafft Repower ab 2027 Anreize für netzdienliches Verbrauchsverhalten und ermöglicht Kundinnen und Kunden, ihre Stromkosten gezielt zu optimieren.
Der Rollout des Smart Meters im Versorgungsgebiet verläuft planmässig. Derzeit sind rund zwei Drittel der Stromkunden im Netzgebiet mit einem Smart Meter ausgerüstet. Mit jedem neu installierten Smart Meter verbessert sich die Datengrundlage für einen effizienten Netzbetrieb und eine vorausschauende Netzplanung.
Repower Italien mit stabiler Entwicklung
Das Vertriebsgeschäft in Italien, wo Repower vorwiegend KMU mit Strom und Gas versorgt, liegt leicht unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt erweist sich Repower Italien in einem anspruchsvollen und wettbewerbsintensiven Marktumfeld jedoch als stabil und widerstandsfähig. Repower treibt den Ausbau der erneuerbaren Energien in Italien voran und investiert in mehrere Windenergie- und Solarprojekte. Das grösste Vorhaben entsteht in Ciminna auf Sizilien. Die Agrivoltaikanlage mit einer Fläche von rund 200 Fussballfeldern steht kurz vor dem Abschluss.
Ausblick
Repower blickt zuversichtlich auf das zweite Halbjahr 2026. Die solide finanzielle Basis ermöglicht es dem Unternehmen, weiterhin gezielt in die Erneuerung und den Ausbau der Produktionsanlagen und Netzinfrastruktur zu investieren. Das Geschäftsergebnis wird durch die weitere Entwicklung der Energiemärkte sowie durch die Produktion der eigenen Kraftwerke beeinflusst. Für die Wasserkraft spielen die Niederschlagsmengen und die Wasserzuflüsse eine wichtige Rolle. Repower begegnet diesen Einflussfaktoren mit einer vorausschauenden Bewirtschaftung ihrer Produktions- und Handelspositionen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Repower weiterhin ein solides Ergebnis.
Medienmitteilung in Rumantsch Grischun
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