Madrisa Solar übertrifft im ersten Winter die Erwartungen
Das alpine Kraftwerk Madrisa Solar hat im ersten Winter mehr Strom produziert als prognostiziert. Das Skigebiet Madrisa, das in der zurückliegenden Wintersaison erstmals Strom von Madrisa Solar bezog, zieht ebenfalls eine positive Bilanz. Die zweite Bauphase startet Anfang Mai. Ziel ist es, bis November rund 70 Prozent der Anlage ans Netz anzuschliessen.
Als erstes alpines Solarkraftwerk der Schweiz speiste Madrisa Solar ab Ende September 2025 Strom ins Netz ein. Bis zum ersten Schneefall wurden rund 1’000 Solartische im Boden verankert und rund 6’000 bifaziale Solarmodule montiert. Davon waren im ersten Winter rund 3'600 in Betrieb. Das entspricht rund 20 Prozent der geplanten Gesamtanlage.
Das Fazit fällt positiv aus: Bei einer Leistung von etwas mehr als zwei MW produzierte die Anlage im Prättigau im ersten Winterhalbjahr von Oktober bis März rund 1,5 GWh Strom – und damit mehr Energie als erwartet. Madrisa Solar liegt auf rund 2'000 Meter über Meer und ist konsequent auf eine hohe Winterstromerzeugung ausgelegt. Es zeigte sich, dass die Leistung nach dem ersten Schneefall dank des Albedo-Effekts um rund 15 Prozent zunahm, begünstigt durch die bifazialen Solarmodule, die auf beiden Seiten Strom produzieren und auch reflektiertes Licht nutzen.
Damit erfüllt Madrisa Solar im ersten Winter die im Solarexpress geforderte Mindestproduktion von 500 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt Leistung klar.
Solarstrom für Bergbahnen Madrisa
Bauherrin der alpinen Solaranlage oberhalb von Klosters Dorf ist die Madrisa Solar AG. An der Gesellschaft sind Repower, EKZ und die Gemeinde Klosters zu je einem Drittel beteiligt. Der auf Madrisa produzierte Strom wird von EKZ sowie vor Ort für den Betrieb der Bergbahnen Klosters-Madrisa genutzt. In Kombination mit den eigenen Solaranlagen der Bergbahnen wurde dank der Teilinbetriebnahme von Madrisa Solar letzten September bereits deutlich mehr Energie erzeugt, als während der gesamten Wintersaison für den Betrieb benötigt wurde.
Grösste Bauetappe beginnt im Mai
Voraussichtlich Anfang Mai beginnt die zweite und zugleich grösste Bauetappe im Projekt Madrisa Solar. Bis zum Abschluss der anstehenden Etappe sollen ca. 70 Prozent der Anlage am Netz sein. Die vollständige Inbetriebnahme der Anlage ist bis Ende 2027 vorgesehen.
Für die Planung und Umsetzung von Madrisa Solar arbeitet die Gesellschaft vorwiegend mit regional ansässigen Unternehmen zusammen.
Medienmitteilung auf Rumantsch Grischun
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