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Repower mit solidem Gruppenergebnis

08. April 2021
Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR

Die Repower AG kann auf ein gutes Geschäftsjahr 2020 zurückblicken. Der Gruppengewinn beträgt 41 Millionen Franken. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte gegenüber dem Vorjahr auf 77 Millionen Franken (+18%) gesteigert werden. Das wiederum gute Resultat in Italien wurde gestützt durch solide Ergebnisbeiträge aus den anderen Bereichen. Die hohen Investitionen in die erneuerbaren Energien wurden fortgesetzt. Die Strategie eines diversifizierten Geschäftsmodells hat sich erneut bewährt. Zugunsten von Kanton und Gemeinden leistete Repower Zahlungen für Wasserzinsen und übrige Konzessionsleistungen in der Höhe von 18,3 Millionen Franken.

Das Geschäftsjahr 2020 stand auch für Repower stark unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie. Die betrieblichen Schutzmassnahmen wurden frühzeitig und rasch umgesetzt und die Digitalisierung der Arbeitsabläufe erhielt einen zusätzlichen Schub. Die Versorgungssicherheit war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Die negativen Konsequenzen für den Geschäftsgang hielten sich in Grenzen. Volumen- und Margeneinbussen konnten insbesondere durch die hohe Nachfrage nach Regelenergie auf dem italienischen Markt kompensiert werden.

Das operative Betriebsergebnis (EBIT) schliesst mit 77 Millionen Franken (+18 %) erneut besser ab als im Vorjahr. Trotz des gesteigerten EBIT sinkt der Gruppengewinn auf 41 Millionen Franken (-18 %). Zurückzuführen ist dies vor allem auf die steuerlichen Verlustvorträge, die in den Vorjahren geltend gemacht werden konnten und inzwischen aufgebraucht sind. Die Gesamtleistung der Repower Gruppe liegt mit 1,7 Milliarden Franken 11 % unter dem Vorjahreswert. Die Abnahme ist vor allem eine Folge des Nachfragerückgangs bei kleineren und mittleren Unternehmen in Italien während der ersten Welle der Pandemie (mehr dazu im Finanzkommentar des Geschäftsberichts).

Mehr Wasserkraft, weniger Wind

Die gesamte Eigenproduktion von Repower (inkl. Beteiligungsenergie) belief sich im vergangenen Jahr auf 2’951 Millionen Kilowattstunden (-14 %). Wegen ungünstiger Windbedingungen war die Stromproduktion der Windanlagen in Italien unterdurchschnittlich. Die Wasserproduktion aus eigenen Anlagen hingegen fiel rund zehn Prozent höher aus als im langjährigen Mittel. Überdurchschnittliche Niederschlagsmengen in den Monaten Juni, August und Oktober sowie eine regelmässige Schneeschmelze begünstigten die Hydroproduktion.

Aufgrund eines dreimonatigen Betriebsunterbruchs ging auch die Produktion im Gaskombikraftwerk Teverola zurück. Die Nachfrage nach Regelenergie indes war auch im Berichtsjahr ungebrochen hoch und Teverola konnte wiederum einen grossen Beitrag zur Netzstabilität in der italienischen Stromzone Centro Sud leisten (mehr dazu in der Produktionsstatistik des Geschäftsberichts).

Hohe Investitionen in erneuerbare Energien

Repower Renewable hat ihr Portfolio 2020 stark ausgebaut. Die Gesellschaft, die Produktionsanlagen für erneuerbare Energien in Italien entwickelt und betreibt, hat zwölf weitere Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 14,3 Megawatt erworben (mehr dazu im Jahresüberblick des Geschäftsberichts).

In S-chanf hat Repower im November 2020 die grösste Photovoltaikanlage (1,1 Megawatt) des Engadins in Betrieb genommen. Im Sommer 2020 fiel ausserdem in der Valposchiavo der Startschuss für die grösste Erneuerungsinvestition in der Geschichte Repowers. Das Wasserkraftwerk Robbia wird bis 2023 von der Wasserfassung bis zum Auslauf komplett erneuert. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf rund 125 Millionen Franken. Weiter wurde das Wasserkraftwerk Madulain für insgesamt 2,3 Millionen Franken erneuert.

Als grösste Netzbetreiberin in Graubünden hat Repower im zurückliegenden Jahr rund 27 Millionen Franken in ihr Stromnetz und damit in die Versorgungssicherheit des Kantons investiert. Die Verfügbarkeit des Repower-Netzes wies im vergangenen Jahr hohe 99,997 % auf (mehr dazu in der Netzstatistik des Geschäftsberichts).

2020 leistete Repower Wasserzinsen und übrige Konzessionsleistungen in der Höhe von 18,3 Millionen Franken zugunsten der öffentlichen Hand.

Strompreis erholte sich nach Tiefpunkt

Die Strompreise hatten Corona-bedingt im Frühjahr einen Tiefpunkt erreicht, erholten sich aber bis Ende Jahr wieder stark. Dank der Absicherungsstrategie haben die tiefen Lieferpreise das Handelsergebnis nur bedingt beeinflusst. Ausserdem gelang es, im Handel von der hohen Preisvolatilität an den Terminmärkten zu profitieren. Der Ergebnisbeitrag dieses Geschäftsbereichs liegt deutlich über den Erwartungen.

Die Strategie eines diversifizierten Geschäftsmodells hat sich im zurückliegenden Geschäftsjahr für Repower erneut bewährt. Trotz Corona gelang es, das erste von zwei Unterwerken in Mendrisio der Auftraggeberin AIM (Aziende Industriali Mendrisio) termingerecht zu übergeben. Die Elektromobilitätssparte PLUG’N ROLL von Repower konnte jüngst einen Grossauftrag für den Kanton Zürich gewinnen und entwickelt sich weiter erfolgreich in einem kompetitiven Markt mit grossem Wachstumspotenzial.

Dividende

Aufgrund des guten operativen Jahresergebnisses sowie der starken Kapitalstruktur und Liquidität beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 19. Mai 2021 eine Dividende in der Höhe von 3,00 Franken pro Aktie.

Ausblick

Die spezifischen Risiken der Covid-19-Pandemie bestehen weiterhin. Als wesentliche Risikofaktoren sind etwa Preis- und Volumeneffekte sowie mögliche Forderungsausfälle zu nennen. Die Nachfrage nach Regelenergie ist naturgemäss höchst volatil. Die zukünftige Einführung eines Kapazitätsmarktes für Regelenergie in Italien kann die Ertragskraft des Kraftwerks Teverola zusätzlich erheblich beeinflussen. Mit dem Umbau des Kraftwerks Robbia wird zeitweise eine niedrigere Produktionsmenge an elektrischer Energie verbunden sein.

Repower erwartet aber für 2021 eine Erholung der Wirtschaftslage in der Schweiz und in Italien. Insbesondere das italienische Vertriebsgeschäft dürfte von diesem Wachstum profitieren.

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