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Das Skigebiet Madrisa oberhalb Klosters

Bergbahnen erreichen reinen Solarbetrieb

11. Mai 2026
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Die Klosters-Madrisa Bergbahnen AG verfügt seit einigen Jahren über eigene Photovoltaikanlagen, die einen Teil ihres Strombedarfs decken. Weil nun seit mehreren Monaten auch noch Elektrizität von Madrisa Solar zur Verfügung steht, lässt sich der Betrieb der Bahnen und Anlagen tagsüber komplett mit Solarstrom abwickeln.

Seit September 2025 erzeugt der riesige alpine Photovoltaikpark Madrisa Solar oberhalb der Bündner Gemeinde Klosters erneuerbaren Strom. Zwar befindet sich noch nicht die gesamte Anlage in Betrieb, doch der fertiggestellte Teil hat im ersten Winter die Erwartungen bereits übertroffen. Zwischen Oktober 2025 und März 2026 haben die ungefähr 3600 aktiven Solarmodule rund 1,5 Gigawattstunden Strom produziert. Die Anlage profitiert davon, dass sie durch ihre Lage auf einer Höhe von mehr als 2000 Metern über Meer nicht durch Nebel beeinträchtigt wird, wie es im Flachland im Herbst und Winter häufig der Fall ist. Zudem sind die Module bifazial ausgelegt, verfügen also auch auf der Unterseite über Solarzellen. Seit rund um die Anlage herum Schnee liegt, erzeugen diese Zellen durch die Reflektion des Sonnenlichts (Albedo-Effekt) zusätzlichen Strom. 

Tagesbetrieb mit Solarstrom

Der Solarstrom aus den Bündner Bergen wird nicht nur zur Versorgung des nebelgeplagten Unterlands genutzt, sondern auch vor Ort bei den Bergbahnen Klosters-Madrisa verwendet. Diese verfügen bereits seit Längerem über eigene Photovoltaikanlagen, die an und auf ihren Gebäuden befestigt sind. Sie bedecken insgesamt eine Fläche von mehr als 2000 Quadratmetern und erzeugen jedes Jahr ungefähr 440 000 Kilowattstunden Solarstrom. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 90 Haushalten. Damit lässt sich der Bedarf der eigenen Bahnen und Anlagen zu rund 30 Prozent abdecken.

Solaranlage der Klosters-Madrisa Bergbahnen AG
Die Bergbahnen verfügen seit einigen Jahren über sieben eigene Solaranlagen, deren Erträge insgesamt 30 Prozent des Tagesbetriebs abdecken können. Quelle: Klosters-Madrisa Bergbahnen AG

Durch die Lieferungen von Madrisa Solar können die Bergbahnen ihre Infrastrukturen und Gebäude tagsüber nun zu 100 Prozent mit lokal erzeugtem Solarstrom betreiben. «Dass wir von der Fritteuse im Restaurant über die Schneekanonen bis hin zur Gondelbahn sämtliche Verbraucher mit Solarstrom versorgen können, begeistert unsere Gäste», sagt Nadja Rollier, die stellvertretende Geschäftsführerin der Bergbahnen Klosters-Madrisa AG. Lediglich während der Nachstunden benötige man weiterhin Strom aus dem öffentlichen Netz. «Allerdings ist unser Bedarf dann auch deutlich tiefer, weil die Bahnen nicht laufen.»

Von Anfang an involviert

Die Bergbahnen erhalten nicht nur Strom von Madrisa Solar, sondern waren und sind auch in die Entwicklung des Projekts eingebunden. So befindet sich zum Beispiel das lokale Stromnetz im Besitz der Bergbahnen. Daher war früh im Projekt zu klären, inwiefern der Solarstrom über dieses bestehende Netz vom Berg ins Tal transportiert werden kann. «Es zeigte sich, dass die Spannung im Netz erhöht und eine neue Zuleitung gelegt werden muss, um die erforderliche Kapazität gewährleisten zu können», erklärt Rollier. 

Direkt involviert waren die Bergbahnen zudem bei der Dimensionierung des Solarkraftwerks – insbesondere hinsichtlich der Frage, wie nahe an die Pisten heran die Solarpanels reichen dürfen. «Uns war es dabei wichtig, dass sowohl den technischen Anforderungen als auch den Vorgaben punkto Sicherheit Rechnung getragen wird», betont Rollier. Insgesamt sind die Bergbahnen mit der Umsetzung des Projekts zufrieden. Einen Nachteil gebe es aber: Wo nun die Solarpanels stehen, befand sich vorher der Platz für das Schneedepot. Dort konnte Schnee über den Winter zwischengelagert und während schneeärmeren Phasen für die Präparation der Skipisten genutzt werden. «Gerade in diesem Winter hat uns diese Reserve leider gefehlt», erklärt Rollier.

Die im Winter 2025/2026 noch im Bau befindliche Solaranlage Madrisa Solar
Das noch im Ausbau befindliche Solarkraftwerk Madrisa Solar im Januar 2026. Links oben ist ein Teil des Skigebiets zu sehen. Quelle: Repower

Tiefere Stromkosten

Insgesamt überwiegen für die Bergbahnen Klosters-Madrisa aber die Vorteile des neuen Solarkraftwerks. Der Stromliefervertrag legt fest, dass die Bahnen bei der Zuteilung des vorhandenen Solarstroms erste Priorität haben. Das ist nicht nur aus Umweltsicht erfreulich, sondern lohnt sich für die Bergbahnen auch aus wirtschaftlicher Perspektive. Den Solarstrom von Madrisa Solar erhalten sie nämlich zu günstigeren Konditionen als den üblichen Netzstrom. «Wir können dadurch unsere Stromkosten merklich verringern», bestätigt Rollier. «Für uns sind tiefe Betriebskosten ein wichtiger Aspekt, um den Betrieb des Skigebiets langfristig abzusichern.»

Seit Mai 2026 läuft bei Madrisa Solar nun die zweite und zugleich grösste Bauetappe. Nach ihrem Abschluss sollen ungefähr 70 Prozent der Anlage Strom liefern. Die Fertigstellung und vollständige Inbetriebnahme des Solarparks sind dann für Ende 2027 vorgesehen.

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